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Donnerstag, 29. September 2011 um 09:17 Uhr |
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Gemeinsamer Kandidat für Wahlkreis 200 vorgestellt 2009 ging das Bundestagsmandat der SPD im Wahlkreis verloren, 2013 soll Detlev Pilger es zurückholen. Der Koblenzer wurde bereits einstimmig zum Favoriten der Vorstände der Koblenzer SPD und der Genossen im Kreis Mayen-Koblenz erklärt. Und auch im Rhein-Lahn-Kreis zeichnet sich Unterstützung ab: Erste Gespräche liefen harmonisch, man will Pilger jetzt in den Vorstand einladen. Zum Wahlkreis 200 gehören neben der Stadt Teile beider Nachbarkreise. Offiziell wird die Kandidatenkür dann mit dem Beschluss in einer Wahlkreiskonferenz, die bislang noch nicht terminiert ist.
Bei einem Parteitermin in Urbar stellen der Koblenzer SPD-Chef David Langner und sein MYK-Kollege Clemens Hoch die Personalie gestern Abend vor. In einem Hintergrundgespräch mit der RZ hatten Pilger und Langner bereits ihre Pläne erörtert. „Uns war es wichtig, früh zu einer Entscheidung zu kommen“, betont David Langner. Und da sei Detlev Pilger für ihn die erste Wahl gewesen. Fühlt der sich auch geehrt, fiel ihm dennoch die Entscheidung nicht leicht. In Koblenz ist der 56-jährige Stadtrat zwar vielen bekannt – allerdings erst seit Kurzem für seine politischen Aktivitäten. „Ich habe mich erst mit meiner Familie beraten.“
Gut vernetzt ist der Lehrer vor allem über seine Arbeit im Sozialbereich, über den Karneval und über den Sport. Bei der jüngsten Kommunalwahl zahlte sich das für ihn aus: Er schaffte nicht nur den Einzug in den Stadtrat, er machte in der Liste der eigenen Partei den Sprung von Platz 29 auf 10. Parteimitglied ist er allerdings bereits seit 27 Jahren.
Pilger, 1955 in Koblenz geboren, hat alles andere als eine eingleisige berufliche Vita. Einer Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann folgte später ein Studium der Religionspädagogik. Der begeisterte Sportler war schon Möbelpacker und Angestellter im früheren Sporthaus Stadion, aber auch Religionspädagoge an der Lützeler Hauptschule, Pastoraltheologe und letztlich Personalreferent im Bistum Trier. Seit 2010 ist er Fachleiter für Ethik und Religion an der Julius-Wegeler-Schule.
In den Wahlkampf will Pilger mit viel Nähe zum Bürger gehen – wie er es bislang immer gewohnt ist. Und seinen starken Gegner Michael Fuchs (CDU) im Wahlkreis will er vor allem mit bildungspolitischen Fragen oder bei den Sozialthemen stellen.
Quelle: RZ Koblenz und Region vom Donnerstag, 29. September 2011 |