|
Helbach und Langner begrüßen neue Projekte – Schienendämpfer und niedrige Lärmschutzwände sollen noch in diesem Sommer den Bahnlärm weiter senken – Auch Osterspai, St. Goarshausen und Kaub profitieren
MITTELRHEIN. Mit großer Freude informierte der heimische Landtagsabgeordnete David Langner (SPD) bei der jüngsten SPD-Tagung den Bürgermeisterkandidat für die Verbandsgemeinde Braubach, Rudolf Helbach, über die Ankündigung von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee, dass bereits im Sommer 2009 in weiteren sechs Orten am Mittelrhein spezielle Schienendämpfer zur Reduzierung des Bahnlärms eingebaut werden.
Neben den linksrheinischen Städten Bingen, Oberwesel und St. Goar werden auch die Bürger der rechtsrheinischen Städte Kaub und St. Goarshausen sowie der Gemeinde Osterspai von den neuartigen Schienendämpfern profitieren. Hinzu kommt, dass in den sechs genannten Orten zusätzlich nur 75 Zentimeter hohe und damit besonders landschafts-verträgliche Lärmschutzwände eingebaut werden. „Dies ist ein erhebliche Fortschritt bei der Reduzierung der Lärmbelastung in den betroffenen Orten“, so Langner in seiner Erklärung. „Unser Dank gilt dabei auch insbesondere dem rheinland-pfälzischen Verkehrsminister Hendrik Hering, der sich nachdrücklich dafür eingesetzt hat, dass die neuen Lärmschutzmittel des Bundes vornehmlich im besonders belasteten Mittelrheintal eingesetzt werden.“ Geplant sind die neuen Maßnahmen in Kaub auf einer Länge von 2 Kilometern, in St. Goarshausen 4,1 Kilometern und in Osterspai 1,5 Kilometern. Langner und Helbach hatten sich jüngst gemeinsam an Minister Hering gewandt und um eine Erläuterung der geplanten Lärmschutzmaßnahmen gebeten. Schon die darauf erfolgte Antwort des Ministers hatte hoffen lassen, dass sich zumindest in einzelnen Orten am Mittelrhein etwas tun wird. Minister Hering hatte damals darauf hin gewiesen, dass das Bundesverkehrsministerium im Herbst vergangenen Jahres die Realisierung eines Modellprojekts im Bereich Bingen angekündigt und weitere Lärmschutzprojekte an verschiedenen Orten im Mittelrheintal – darunter in Osterspai - versprochen hatte. „Wir sind sehr froh, dass aus den Ankündigungen schon jetzt konkrete Maßnahmen werden“, so Langner. Insgesamt stellt der Bund für die Jahre 2009/2010 rund 12 Millionen Euro für Lärm-schutzmaßnahmen im Mittelrheintal zur Verfügung. Neben den Maßnahmen in den genannten sechs Orten kommen noch weitere Lärmschutzprojekte im Rheingau und eine Brückenentdröhnung in Lahnstein hinzu. Das Geld stammt aus den Mitteln der Konjunkturprogramme I und II, die die Bundesregierung zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise aufgelegt hat.
Laut Bundesverkehrsministerium werden im Mittelrheintal auf insgesamt rund 26 Kilometern etwa 40.000 Schienendämpfer eingebaut. Zusätzlich werden, so kündigte Verkehrsminister Hering an, vo-raussichtlich noch im zweiten Halbjahr 2009 insgesamt 5000 Güterwaggons mit leiseren Verbundstoffbremssohlen ausgerüstet. Auch die Einführung eines lärmabhängigen Tras-senpreissystems ist einen Schritt weiter gekommen. Der Bund wird jetzt auf Initiative des Landes Rheinland-Pfalz die entsprechenden Verhandlungen mit der Europäischen Union voran treiben, denn eine solche Lösung könne nur europaweit beschlossen werden.
„Bis im Mittelrheintal eine für alle Bürger und Gäste zufrieden stellende Situation erreicht wird, ist es noch ein weiter Weg. Aber die jetzt beschlossenen Schritte zielen in die richtige Richtung und lassen hoffen, dass es zu weiteren Verbesserungen kommt. Der Bahnlärm ist und bleibt eine der größten Herausforderungen im Unesco-Welterbe Oberes Mittelrheintal – wir werden uns weiterhin mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass der Bahnlärm auf ein erträgliches Maß reduziert wird “, äußerten sich beide Politiker abschließend.
|